Vorstand des Vereins

Vorsitzender: Herr Jürgen Renz (Jahrgang 1974)

Biographie:

  • Schulausbildung und Zivildienst in Würzburg
  • 1995-2000 Studium der Rechtswissenschaften in Dresden
  • anschließend Referendariat in Nürnberg und Luxemburg
  • seit 2003 Rechtsanwalt in Chemnitz
  • seit 2005 Partner in einer überörtlichen Chemnitzer Anwalts- und Steuerkanzlei
  • seit 2007 Fachanwalt für Strafrecht
  • Schatzmeister des Vereins Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis.

Warum engagiert sich Jürgen Renz für das Projekt?

Als Strafverteidiger habe ich oftmals Kontakt zu Mandanten, die in Haft sind. Die Anordnung von Haft ist immer – auch im rechtsstaatlichen Kontext – für den Betroffenen ein einschneidendes Erlebnis. Dies gilt natürlich umso mehr für die Inhaftierung in einem Unrechtsstaat.
Ich bin ein politisch und geschichtlich interessierter Mensch und arbeite daher sehr gerne an einem Projekt mit, mit dem die jüngere deutsche Geschichte für ein möglichst breites Publikum dokumentiert und erklärt wird.

 


 

Stellvertretende Vorsitzende: Frau Hanka Kliese (Jahrgang 1980)

Biographie:

  • 1998 Abitur in Chemnitz
  • 1998-1999 Freiwilliges Soziales Jahr im Sozialtherapeuthischen Wohnheim Altendorf
  • Studium der Politikwissenschaft und Erwachsenenbildung, Abschluss als Magistra Artium
  • Praktika am Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung und im Europäischen Parlament Brüssel
  • 2006-2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Deutschen Bundestag, Fachbereich Menschenrechte und humanitäre Hilfe
  • seit 2009 Abgeordnete im Sächsischen Landtag (SPD-Fraktion)
  • Gründungsmitglied des Vereins
  • eine Tochter

Warum engagiert sich Hanka Kliese für das Projekt?

Menschenhandel, Zwangsadoptionen, Isolationshaft und psychsische Zersetzung - diese Verstöße gegen die Menschenrechte sind auch Teil der Geschichte eines Landes, in dem ich geboren bin. Und in Chemnitz spiegelt das Kaßberg-Gefängnis genau diesen Teil an einem historischen Ort auf einzigartige Weise wider. Es zu wissen und es auszuhalten, dass es genau so und nicht anders gewesen ist - so hat es Hannah Arendt einmal formuliert - ist mein Antrieb und Anspruch für die Arbeit im Verein.