Tag des Denkmals 2013

 

Der Tag des offenen Denkmals am 08. September 2013 stand unter dem Motto "Unbequeme Denkmale". Damit standen 2013 Bauten im Focus, die heute im Allgemeinen aufgrund der politischen und sozialen Umstände ihrer Entstehungs- oder Nutzungszeit Unbehagen oder sehr negative Assoziationen auslösen. Dazu zählen bspw. Bunker- und Verteidigungsanlangen oder Kriegerdenkmale, Konzentrations- und Arbeitslager der NS-Zeit sowie auch Reste ehemaliger DDR-Grenzanlagen. Kurzum, es handelt sich um Orte, an denen es Menschen nicht gut ging, an denen unterdrückt, gekämpft, gelitten und gestorben wurde, oder die daran erinnern.
Das ehemalige Frauengefängnis Hoheneck bei Stollberg sowie das sogenannte Kaßberg-Gefängnis in Chemnitz dienten beide sowohl den Nationalsozialisten wie auch der kommunistischen Diktatur. Und beide Orte sind durch den sogenannten deutsch-deutschen Gefangenenfreikauf eng miteinander verbunden. Daher boten die Vereine „Gedenkstätte Stollberg - Frauenhaftanstalt Hoheneck" (Stollberg) sowie „Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis" (Chemnitz) am Tag des offenen Denkmals Interessierten erneut die Möglichkeit an, diese zwei "unbequemen Denkmale" zu besuchen und sich über die Geschichte dieser Haftorte zu informieren.
Wir sind - wieder einmal - überrannt worden. Der Verein hatte am 8. September etwa 400 Besucherinnen und Besucher informiert. Was eigentlich als kleine Veranstaltung geplant war, ist zu einer ziemlich großen Aktion geworden. Am Ende waren noch das Fernsehen und die Zeitung da, die letzten Gäste sind kurz vor 19.00 Uhr gegangen.