Popp, Sabine

Sabine Popp

 

Sabine Popp wurde am 13. August 1960 in Reichenbach/Vogtland geboren.

Welchen Bezug hatte der Zeitzeuge zum Kaßberggefängnis:

Sabine Popp war von Mai bis Ende November 1980 dort inhaftiert, danach wurde sie ins Gefängnis Hoheneck verlegt.

 

Kurzbiographie des Zeitzeugen:

Sabine Popp wurde am 13. August 1960 in Reichenbach/Vogtland geboren. Ihre Eltern besaßen eine Gärtnerei; auch sie selbst erlernte den Beruf der Gärtnerin. In nächtlichen Aktionen malte sie als Jugendliche Parolen wie „Mauer weg" oder „Wir fordern die Wiedervereinigung" auf Anschlagtafeln, Unterführungen u.ä. in ihrer heimatlichen Umgebung. Von einem Bekannten, der für die Stasi arbeitete, wurde sie verraten. Man holte die Neunzehnjährige zu Hause ab und brachte sie in die MfS-Untersuchungshaftanstalt Chemnitz. Nach einem halben Jahr wurde ihr der Prozess gemacht: Sie wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt, die sie im Frauengefängnis Hoheneck verbüßen sollte. Von da aus erfolgte im Juli 1982 ihr Freikauf in die Bundesrepublik. Dort ließ sich Popp zur Gärtnermeisterin ausbilden und begann später Innenarchitektur zu studieren. Nach dem politischen Umbruch 1989/90 kehrte sie nach Sachsen zurück.

Quelle BStU