
Am Servicetresen im Eingangsbereich unseres Lern- und Gedenkorts Kaßberg-Gefängnis sind ab sofort einige Exemplare des Erinnerungsbuchs von Veronika Bahr erhältlich. Unter dem Titel „Gesprengte Ketten – Wie ich zurück ins Leben fand“ erzählt unsere Zeitzeugin ihre Geschichte. Dabei geht es auch um ihre Haft auf dem Kaßberg infolge eines missglückten Fluchtversuchs.
Veronika Bahr war im August 1968 im Alter von 18 Jahren im MdI-Teil des Kaßberg-Gefängnisses inhaftiert worden, nachdem sie wegen ihrer schwierigen familiären Situation versucht hatte, die DDR über die damalige ČSSR Richtung Westen zu verlassen. An der Grenze bei Bärenstein im Erzgebirge wurde sie aufgegriffen. Die Haft im D/E-Block zusammen mit einer „Landstreicherin“ und einer Mörderin in einer Zelle löste bei ihr traumatische Folgen aus. Nach 1989 wurde Veronika Bahr rehabilitiert und kam durch die Psychotherapie zur Kunst.
Veronika Bahr ist mit ihrem Haftschicksal Teil unserer Dauerausstellung in unserem Lernort im früheren Hafttrakt B.
Das Buch „Gesprengte Ketten – Wie ich zurück ins Leben fand“ umfasst 420 Seiten sowie zahlreiche Abbildungen und kostet 18 Euro. Es kann wie alle Bücher aus der Vitrine unseres Servicetresens auch per E-Mail bestellt werden. Eine Titelübersicht und Hinweise zum Bestellverfahren finden Sie hier.
