In ihrem Buch spannt Iris Wolff einen weiten Bogen von der Zwischenkriegszeit über das kommunistische Rumänien der Sechzigerjahre und die im Zerfall begriffene DDR bis ins Süddeutschland der Gegenwart. Sie erzählt die bewegte Geschichte einer Familie aus dem Banat, deren Bande so eng geknüpft sind, dass sie selbst über Grenzen hinweg nicht zerreißen. Ein Roman über Menschen aus vier Generationen, der auf berückend poetische Weise Verlust und Neuanfang miteinander in Beziehung setzt.
Die Lesung mit Iris Wolff ist die Fortsetzung des Zeitzeugenprojekts vom Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis und translations e.V. – Verein zur Förderung von Kultur und Demokratie Europas. Im vergangenen Jahr fand im Lernort ein Zeitzeugenpodium zum Freikauf Rumäniendeutscher statt und es wurde in Siebenbürgen ein Zeitzeugenfilm gedreht. Das Zeitzeugenprojekt war offizieller Bestandteil des Programms zur Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025. Dieses Jahr soll eine Sonderausstellung dazu entstehen.
Iris Wolff, geboren in Hermannstadt, Siebenbürgen, wurde für ihr literarisches Schaffen mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, darunter mit dem Eichendorff-Literaturpreis, dem Marieluise-Fleißer-Preis sowie dem Marie-Luise-Kaschnitz-Preis und dem Solothurner Literaturpreis für ihr Gesamtwerk. Zuletzt erschien 2024 der Roman „Lichtungen“, der mit dem Uwe-Johnson-Preis und dem Spycher: Literaturpreis Leuk ausgezeichnet sowie für die Shortlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde.
Den Abend moderiert Dr. Gundel Große, Rumänistin und Literaturübersetzerin.
Der Eintritt kostet 10, ermäßigt 7 Euro, Einlass ab 18:30 Uhr, Anmeldungen bitte per E-Mail an veranstaltungen@gedenkort-kassberg.de. Bitte beachten Sie, dass aus organisatorischen Gründen an der Kasse lediglich Barzahlung möglich ist
Eine Veranstaltung des Herbert-Wehner-Bildungswerk e. V. in Kooperation mit Lern- und Gedenkort Kaßberggefängnis e.V., ASA-FF e.V. und Bookcorner(n)
Das Porträtbild oben zeigt Iris Wolff. Foto: Maximilian Gödecke – mit freundlicher Genehmigung