Wie sah es aus, das Leben hauptamtlicher Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit? Was waren ihre Prägungen und ihre Ideologie, ihre Legitimations- und Rechtfertigungsquellen? Was bestimmte ihren Dienstalltag und ihr Leben mit Familie, Wohnen und Freizeit? Anschaulich und mit vielen bisher unbekannten Bildquellen beschreibt Heiko Neumann in seiner knapp 600-seitigen Studie „Ein Ort für ,Menschen mit neuem Bewusstsein‘“ Lebenswelten der Mitarbeiter der MfS-Bezirksverwaltung Dresden – jenseits der gut erforschten Zentrale in Ost-Berlin.
Der Autor stellt seine Recherchen und sein Buch vor. In einem auch für das Publikum offenen Gespräch gehen Dr. Neumann, Sven Riesel, stellvertretender Geschäftsführer der Stiftung Sächsische Gedenkstätten, und als Moderatorin Dr. Ellen Thümmler, Leiterin des Fachbereichs Zeitgeschehen und Diskurs der Volkshochschule Chemnitz, den Fragen nach, weshalb es für erinnerungskulturelles Arbeiten, historische Wissensvermittlung und Aufarbeitung relevant ist, auch Machtstrukturen und „Täter-“ bzw. Verantwortungsperspektiven zu untersuchen und zu vermitteln, wie die neue Veröffentlichung dazu beitragen kann und vor welchen Herausforderungen der Autor bei seinen Recherchen stand.
Der Eintritt ist frei, Anmeldungen bitte per E-Mail an veranstaltungen@gedenkort-kassberg.de.
Eine Kooperation der Stiftung Sächsische Gedenkstätten und des Lern- und Gedenkorts Kaßberg-Gefängnis
Das Foto oben – Bildnachweis: privat – zeigt Heiko Neumann.