Junge Mädchen und Frauen isoliert und entrechtet - Geschlossene Venerologische Stationen im ehemaligen Bezirk Karl-Marx-Stadt

Wann

5. November 2026    
18:00

Wo

Vortragssaal "Ideenreich", Universitätsbibliothek TU Chemnitz
Straße der Nationen 33, Chemnitz, Sachsen, 09111

Veranstaltungstyp

Geschlossene Venerologische Stationen – hinter dieser sperrigen Wortreihe verbirgt sich ein Kapitel von DDR-Unrecht, das bislang nur wenig bekannt ist. Unter dem Vorwurf, an einer sexuell übertragbaren Krankheit zu leiden, wurden zehntausende Mädchen und Frauen ab einem Alter von zwölf Jahren für mehrere Wochen in abgeschlossene Klinikbereiche zwangseingewiesen. Dort waren sie täglich sexualisierter Gewalt und einem rigorosen Disziplinierungs- und Strafregime ausgesetzt. Der Vortrag gibt einen Überblick zu diesem Thema und präsentiert aktuelle Forschungsergebnisse für den ehemaligen Bezirk Karl-Marx-Stadt.

Referent an diesem Abend ist Konstantin Wiesinger, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis.

Der Vortrag findet in Kooperation mit der VHS Chemnitz und dem Institut für Politikwissenschaften der TU Chemnitz statt.

Mit freundlicher Unterstützung der Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Das Foto zeigt das ehemalige Krankenhaus „Am Stadtpark“ in der Scheffelstraße 110, Chemnitz (Foto: Konstantin Wiesinger).

Der Eintritt ist frei, Anmeldungen bitte per E-Mail an veranstaltungen@gedenkort-kassberg.de