SCHWERPUNKT FLUCHT „Fluchtgeschichten“ – Zeitzeugengespräch zur Ausstellungseröffnung

Wann

18. März 2025    
19:00

Wo

Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis
Kaßbergstr. 16 c, Chemnitz, 09112

Veronika Brandt wollte 1968 als junge Frau über Ungarn und Jugoslawien in den Westen gelangen, was missglückte. Sie war in Budapest, Berlin-Hohenschönhausen, Magdeburg und Stendal in Haft. Michael Teupel wurde im Alter von 18 Jahren nach einem Fluchtversuch im Roten Ochsen in Halle und in Brandenburg-Görden eingesperrt, bevor er 1982 im Rahmen des Häftlingsfreikaufs aus der DDR über den Kaßberg in die Bundesrepublik entlassen wurde. Wie empfanden die beiden das Leben in der DDR? Was waren die Gründe für die geplante Flucht? Wie erging es ihnen in der Haft und danach?

Zur Eröffnung der Sonderausstellung „Auf der Flucht erschossen – Erinnerung an die Todesopfer des DDR-Grenzregimes in Sachsen-Anhalt“ gibt es am Dienstag, 18. März, 19 Uhr das Podiumsgespräch „Fluchtgeschichten“ mit unserer Zeitzeugin und Vereinsvorständin Veronika Brandt und unserem Zeitzeugen Michael Teupel. Es moderiert Dr. Teresa Tammer, stellvertretende Sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Erwartet wird auch der Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Johannes Beleites.

Der Eintritt ist frei, Anmeldungen bitte per E-Mail an veranstaltungen@gedenkort-kassberg.de oder unter www.vhs-chemnitz.de.

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Die sogenannte Republikflucht gehörte in der DDR-Zeit zu den häufigsten Haftgründen im damaligen Kaßberg-Gefängnis. In einer Veranstaltungsreihe im Lernort im früheren Hafttrakt B setzen der Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis, die Volkshochschule Chemnitz und das Institut für Politikwissenschaft der TU Chemnitz im März und April einen Schwerpunkt auf das Thema Flucht und auf Schicksale, die sich damit verbinden.

Im Zentrum steht die Sonderausstellung „An der Grenze erschossen – Erinnerung an die Todesopfer des DDR-Grenzregimes in Sachsen-Anhalt“, die vom 19. März bis zum 13. April während der Öffnungszeiten in unserem Lernort im früheren Hafttrakt B zu sehen ist. Am Donnerstag, 10. April, 19 Uhr gibt es den Vortrag „Flucht aus der DDR über die Ostsee, 1961 bis 1989“ von Henning Hochstein. Der Abend „Stasiknast und Ostseeflucht“ fand bereits im Dezember statt.

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Unser SCHWERPUNKT FLUCHT ist eine Kooperation des Lern- und Gedenkorts Kaßberg-Gefängnis, des Instituts für Politikwissenschaft der TU Chemnitz und der Volkshochschule Chemnitz. Er wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes und unterstützt von der Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Unsere Fotos oben zeigen Michael Teupel und Veronika Brandt. Bildnachweis: privat bzw. Robert Schröpfer/Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis