
Mit einem Podiumsgespräch und einem Fachvortrag ist heute Vormittag in Chemnitz das Sächsische Geschichtscamp 2025 des Landesamtes für Schule und Bildung (Lasub) offiziell eröffnet worden. Unter dem Titel „Biete ,Staatsfeinde‘ – suche Westgeld“ beschäftigen sich seit gestern und noch bis zum Freitag rund 50 Schülerinnen und Schüler aus ganz Sachsen und Baden-Württemberg, die sich für die Teilnahme beworben hatten, sowie Preisträgerinnen und Preisträger des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten mit politischer Verfolgung in der DDR und dem deutsch-deutschen Häftlingsfreikauf.
Auf dem Programm stehen unter anderem sechs parallele Workshops, weitere Vorträge und Gespräche unter anderem mit den Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Petra Weise, Silvia Krause, Kim Pickenhain, Thomas Drescher und Michael Schlosser und unserem Vorstandsmitglied Volkmar Zschocke sowie eine Filmvorführung mit Günter Wetzel, dessen spektakuläre Flucht aus der DDR von Michael Bully Herbig unter dem Titel „Ballon“ verfilmt wurde. Am Ende sollen in Gruppenarbeit beispielsweise Podcasts entstehen.
Zur Einführung gab es heute Mittag außerdem geführte Rundgänge durch unseren Lernort und unsere Dauerausstellung im früheren Hafttrakt B. Veranstaltungsorte sind neben unserem Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis die Jugendherberge „eins“ in der Innenstadt und das Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium in unmittelbarer Nachbarschaft des ehemaligen Gefängnisses. Auch ein Besuch im Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Chemnitz ist geplant.
Unsere Fotos zeigen oben einen der Rundgänge über das frühere Gefängnisgelände mit unserem Guide Hans-Christian Lippmann, außerdem unten das Podium in der Aula des Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasiums mit Staatssekretär Wilfried Kühner vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus, unserer wissenschaftlichen Leiterin Dr. Steffi Lehmann, Ingolf Thiele vom Landesdamt für Schule und Bildung, der Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Dr. Nancy Aris und Referatsleiter Rüdiger Hocke vom Kultusministerium Baden-Württemberg (v.l.) sowie Prof. Dr. Jeannette van Laak bei ihrem Vortrag und das vorbereitetete Auditorium in der sogenannten Rotunde für einen Vortrag von Dr. Helmut Müller-Enbergs am Abend.
Das Sächsische Geschichtscamp 2025 steht unter Schirmherrschaft des Präsidenten des sächsischen Landtages, Alexander Dierks.
Wir danken dem Landesamt für Schule und Bildung, dem Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium, der Jugendherberge „eins“ und der Körber-Stiftung Hamburg sowie allen Lehrkräften, Organisatoren und Helfenden für die freundliche Zusammenarbeit und wünschen allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Erfolg!





