"Das Kaßberg-Gefängnis und seine Gesichter" in Thüringen

 

 

Vom 15. August bis 15. September 2017 wird die Wanderausstellung des Vereins "Das Kaßberg-Gefängnis und seine Gesichter" im
Grenzlandmuseum Eichsfeld in Teistungen zu sehen sein.

 

Wir freuen uns sehr auf die Eröffnung der Ausstellung am 15. August um 19 Uhr.

 

Der Höhepunkt der Veranstaltung ist das Zeitzeugengespräch mit unseren Vereinsmitgliedern Maik Reinhardt und Chris Bürger.

 

 

 

 

Aufruf

Wir suchen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die uns vom Frauenarbeitskommando im ehemaligen Kaßberg-Gefängnis berichten können.

Ende der 1980er Jahre verfügte das Kaßberg-Gefängnis über 163 Zellen. Die Kapazität der Haftanstalt wurde 1989 mit 329 Untersuchungshäftlingen angegeben. Zusätzlich waren 16 Männer und 25 Frauen für das Strafgefangenenarbeitskommando vorgesehen.

Dieses war zuständig für die Küche, die Wäscherei, eine Schlosserei, eine Tischlerei und einen Schweinestall.

Wer kann Angaben zum Frauenarbeitskommando machen? 
Bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

Sabine Popp bekommt die Sächsische Verfassungsmedaille verliehen

Unser Verein gratuliert Sabine Popp zur Verleihung der Sächsischen Verfassungsmedaille.

Frau Popp engagiert sich schon seit langer Zeit im Verein. Sie führt ehrenamtlich junge Menschen durch das Gefängnis, um die Erinnerungen an das in der DDR verübte Unrecht wachzuhalten. Sie selbst wurde als 19-jährige junge Frau wegen - angeblicher - "Staatsfeindlicher Hetze" zu fünf Jahren Haft verurteilt. Im Jahr 1982 wurde sie von der Bundesrepublik über das Kaßberg-Gefängnis freigekauft.

Wir wünschen Sabine Popp alles erdenklich Gute und danken ihr sehr für ihr Engagement!

Den gesamten Artikel des Landtagskuriers 5/2017 können Sie unter Medienecho nachlesen.

Unser Mut wird belohnt

Die Mitglieder unseres Vereins haben im Oktober 2015 Verantwortung übernommen. Sie haben sich für den Gedenkort entschieden und gleichzeitig am Ziel einer Gedenkstätte festgehalten. Jetzt zeichnet sich ab, dass unser Mut belohnt wird.

Der Freistaat bekennt sich öffentlich zum Denkmalschutz und zu den Zielen des Vereins. Das heißt: Das ehemalige Kaßberg-Gefängnis soll weitestgehend erhalten bleiben und künftig in privater Hand neben der Wohnnutzung auch die Gedenkstätte beinhalten. Wenn das Wirklichkeit wird, war unsere Vorgehensweise richtig. Wir haben beim Gedenkort Verantwortung übernommen und bekommen deswegen die reale Chance, eine Gedenkstätte zu betreiben.

Jürgen Renz im Namen des Vorstands

(siehe auch: Chemnitzer Morgenpost, 30. Juni 2017)

Eine Einladungskarte und deren Folgen

Zur feierlichen Eröffnung des Gedenkortes lud unser Verein mit der folgenden Einladungskarte ein:

(Zum Vergrößern bitte das Bild anklicken)

 

Ziemlich überraschend für uns erhielt der Vorstand daraufhin vom VVN/BdA folgenden Brief:

  

(Zur besseren Lesbarkeit bitte die Briefseiten anklicken)

 

Das wollten wir so nicht auf sich beruhen lassen und haben darauf wie folgt geantwortet:

 

(Zur besseren Lesbarkeit bitte die Briefseiten anklicken)

 

 

Lesenswert ist in diesem Zusammenhang vielleicht auch der im Neuen Deutschland erschienene Artikel:

https://www.google.de/amp/s/www.neues-deutschland.de/m/artikel/1049764.eine-luecke-in-der-mauer.amp.html

 

 

 

 

Neues vom Bauprojekt / Teil 6 und Schluss

FEIERLICHE ERÖFFNUNG DES GEDENKORTES

Am Montag, den 24. April 2017, war der große Tag - die Eröffnung unseres Gedenkortes. Mit Volkmar Zschocke und Hanka Kliese gab es einen Rückblick auf fünf bewegte Jahre.

 

Unser Verein hat es geschafft, Spuren zu hinterlassen . Die Gedenktafeln erinnern auf verschiedene Weise an die Opfer des nationalistischen Terrors und der Repressionen in SBZ und DDR. Es war eine sehr gute Zusammenarbeit mit den Architekten Martin Bennis und Berthold Weidner.

Wir sind allen dankbar , die uns auf diesem Weg unterstützt haben und fühlen uns bestärkt für das nächste Level - Gedenkstätte werden.

 

Hier finden Sie die älteren Artikel zum Bauprojekt:

Neues vom Bauprojekt / Teil 5

DER GEDENKORT AM KAßBERGGEFÄNGNIS NIMMT GESTALT AN

In einen Einschnitt der ehemaligen Gefängnismauer an der Kaßbergstraße wurde am 14.03.2017 die Ausstellungsarchitektur zur Geschichte des Gefängnisses eingebaut.

  

Die Konstruktion der Ausstellungsarchitektur besteht aus einer zweischaligen, beidseitig hinterleuchteten Glaswand, bei der die einzelnen Gläser mit Punkthaltern auf einer Stahlunterkonstruktion fixiert werden. In den Glasverbund der Gläser ist die Ausstellungsinformation im Siebdurckverfahren eingebettet. Bei der Montage der Ausstellung wird die vorproduzierte Stahlkonstruktion in zwei Teilen vom LKW gehoben, auf dem vorgesehenen Fundament positioniert und mit Reaktionsankern befestigt.

  

Anschließend werden die 10 Gläser der Ausstellung (jeweils 98cm x 315cm) in die Konstruktion eingehängt. Die Abnahme der Ausstellungsarchitektur erfolgt am 15.03.2017. Fotografien sind möglich! Wir befinden uns damit auf der Zielgeraden. Zur Fertigstellung des Gedenkortes wird an der Kaßbergstraße Ende März ein Gedenkstein aus Granit gesetzt; eine Inschrift aus Edelstahlbuchstaben wird auf der Hofseite an die historische Gefängnismauer montiert. Die Arbeiten zur Fertigstellung der Freianlage werden bis Mitte April abgeschlossen. Folgende Arbeiten sind dazu noch auszuführen: Bodenbeläge mit Betonplatten auf der Hofseite und eine wassergebundene Decke an der Kaßbergstraße, Putz- und Malerarbeiten an der historischen Mauer sowie Sanierungsmaßnahmen am ehemaligen Wachturm.

Wir planen die feierliche Eröffnung des Gedenkorts Ende April 2017.

 

Hier finden Sie die älteren Artikel zum Bauprojekt: