Vorstand des Vereins

Vorsitzender: Herr Jürgen Renz (Jahrgang 1974)

Biographie:

  • Schulausbildung und Zivildienst in Würzburg
  • 1995-2000 Studium der Rechtswissenschaften in Dresden
  • anschließend Referendariat in Nürnberg und Luxemburg
  • seit 2003 Rechtsanwalt in Chemnitz
  • seit 2005 Partner in einer überörtlichen Chemnitzer Anwalts- und Steuerkanzlei
  • seit 2007 Fachanwalt für Strafrecht
  • 2012 bis 2014 Schatzmeister des Vereins
  • seit 2014 Vorsitzender des Vereins

Warum engagiert sich Jürgen Renz für das Projekt?

Als Strafverteidiger habe ich oftmals Kontakt zu Mandanten, die in Haft sind. Die Anordnung von Haft ist immer – auch im rechtsstaatlichen Kontext – für den Betroffenen ein einschneidendes Erlebnis. Dies gilt natürlich umso mehr für die Inhaftierung in einem Unrechtsstaat.
Ich bin ein politisch und geschichtlich interessierter Mensch und arbeite daher sehr gerne an einem Projekt mit, mit dem die jüngere deutsche Geschichte für ein möglichst breites Publikum dokumentiert und erklärt wird.

 


Stellvertretende Vorsitzende: Frau Hanka Kliese (Jahrgang 1980)

Biographie:

  • 1998 Abitur in Chemnitz
  • 1998-1999 Freiwilliges Soziales Jahr im Sozialtherapeuthischen Wohnheim Altendorf
  • Studium der Politikwissenschaft und Erwachsenenbildung, Abschluss als Magistra Artium
  • Praktika am Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung und im Europäischen Parlament Brüssel
  • 2006-2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Deutschen Bundestag, Fachbereich Menschenrechte und humanitäre Hilfe
  • seit 2009 Abgeordnete im Sächsischen Landtag (SPD-Fraktion)
  • Gründungsmitglied des Vereins

Warum engagiert sich Hanka Kliese für das Projekt?

Menschenhandel, Zwangsadoptionen, Isolationshaft und psychische Zersetzung – diese Verstöße gegen die Menschenrechte sind auch Teil der Geschichte eines Landes, in dem ich geboren bin. Und in Chemnitz spiegelt das Kaßberg-Gefängnis genau diesen Teil an einem historischen Ort auf einzigartige Weise wider. Zudem spielte das Gefängnis eine Rolle bei der Unterdrückung von Juden, Kommunisten, Sozialdemokraten im „Dritten Reich“ – ein Thema, das gerade in Sachsen nicht in Vergessenheit geraten darf. Es zu wissen und es auszuhalten, dass es genau so und nicht anders gewesen ist – so hat es Hannah Arendt einmal formuliert – ist mein Antrieb und Anspruch für die Arbeit im Verein.

 


Vorstandsmitglied: Herr Volkmar Zschocke (Jahrgang 1969)

Biografie

  • 1985 bis 1988 Ausbildung zum Werkzeugmacher
  • 1989 Jugendarbeit Stadtmission Karl-Marx-Stadt
  • 1991 bis 1999 Sozialarbeiter Straffälligenhilfe
  • 1993 bis 1996 berufsbegleitendes Studium Soziale Arbeit
  • 1991 bis 1994 im Kreistag Chemnitz
  • 1994 bis 2010 im Stadtrat Chemnitz
  • seit 2014 im Sächsischen Landtag für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
  • Gründungsmitglied des Vereins
  • 2 Kinder

Warum engagiert sich Volkmar Zschocke für das Projekt?

Nach der Schließung der Justizvollzugsanstalt im Jahr 2010 hieß es schnell: Das Gebäude ist entbehrlich. Mir war klar, dass die besondere Geschichte und die Schicksale, die mit diesem einzigartigen Ort verbunden sind, nicht durch Abriss und Vergessen verschwinden dürfen. Aus dieser Geschichte und von Zeitzeugen können wir für die Zukunft lernen. Dafür brauchen wir und kommende Generationen diesen authentischen Ort.

 


Vorstandsmitglied Volker Bauch (Jahrgang 1951)

Biografie:

  •  Lehrer für Deutsch, Englisch und Geschichte
  • 18 Jahre Auslandseinsatz als Lehrer und Bildungsberater in Chile, Turkmenistan und Afghanistan
  • Referatsleiter im Hessischen Kultusministerium und Schulamtsdirektor
  • 2011 bis 2016 Direktor der Point Alpha Stiftung/Point Alpha Akademie


Warum engagiert sich Volker Bausch für das Projekt?

Bedingt durch meine vorherige Tätigkeit in der Point Alpha Stiftung ist mir das Thema „Aufarbeitung“ auch persönlich sehr wichtig.

 


  

Vorstandsmitglied: Herr Christian Bürger (Jahrgang 1956)

Biografie:

  • 1973 bis 1975 Ausbildung zum Restaurantfachmann in Berlin
  • 1984 und 1985 Ausreiseanträge gestellt, diese wurden abgelehnt
  • Februar 1986 Inhaftierung in der Untersuchungshaftanstalt des MfS auf dem Kaßberg in Karl-Marx-Stadt
  • Februar bis Juni 1986 Isolationshaft
  • Juli 1986 Verurteilung: drei Jahre Freiheitsentzug
  • Juli 1986 bis November 1987 Haftstrafe im Stasi-Zuchthaus in Cottbus, Freilassung durch „Strauß-Amnestie“
  • Juni 1989 Flucht in die deutsche Botschaft in Prag (Sprecher der Botschaftsflüchtlinge)
  • 30. September 1989 Ausreise in die Bundesrepublik

 
Warum engagiert sich Chris Bürger für das Projekt?

„Wer Demokratie gestalten will, muss Diktatur begreifen." Dieser Ausspruch von Roland Jahn beschreibt auch meine Intention, da ich der Meinung bin, dass die kommenden Generationen unbedingt auch die dunkle Geschichte der DDR erfahren sollen. Sie müssen lernen, den Unterschied zwischen einer Demokratie und einer Diktatur zu erkennen. Aus diesem Grund engagiere ich mich in verschiedenen Opferverbänden und Vereinen.

 


Vorstandsmitglied: Herr Alexander Dierks (Jahrgang 1987)

 
Biografie:

  • 2006 Abitur am Gymnasium Dresden-Klotzsche
  • 2006 bis 2010 Studium European Studies an der TU Chemnitz
  • 2010 bis 2013 Studium Politik in Europa an der TU Chemnitz
  • 2010 bis 2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Büroleiter eines Landtagsabgeordneten
  • 2013 bis 2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Büroleiter eines Bundestagsabgeordneten
  • seit 2014 Mitglied des Sächsischen Landtages für die CDU
  • Schatzmeister des Vereins

 

Warum engagiert sich Alexander Dierks für das Projekt?

Seit meiner Schulzeit beschäftige ich mich intensiv mit den beiden Diktaturen auf deutschem Boden. Mit dem Kaßberg-Gefängnis verfügt Chemnitz über einen einzigartigen authentischen Ort, der Zeugnis über die Zeit des Nationalsozialismus und des DDR-Sozialismus ablegt. Diesen zu erhalten ist eine wichtige Aufgabe, um das Andenken an Repression und Unrecht wach zu halten und erlebbar zu machen.

 


Historiker: Herr Christian Lieberwirth

Biografie: 

  • 2007 Abitur am Greifenstein-Gymnasium Thum
  • 2007 bis 2011 Studium der Europäischen Geschichte an der TU Chemnitz, Abschluss Bachelor
  • 2011 bis 2016 Studium der Europäischen Geschichte an der TU Chemnitz, Abschluss Master
  • Thema der Abschlussarbeit: „NS-Terror vor bürgerlichen Fassenden: Die Geschichte des Chemnitzer Kaßberg-Gefängnisses im Spiegel ausgewählter Häftlingsbiographien 1933-1945“
  • Praktika und freie Mitarbeit in verschiedenen regionalen Museen und Archiven (u.a. Schloßbergmuseum Chemnitz, BStU-Außenstelle Chemnitz)
  • 2014 bis 2017 freier wissenschaftlicher Mitarbeit der Stiftung Sächsische Gedenkstätten und des Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis e.V. für das Projekt „Gedenkort Chemnitz-Kaßberg“
  • 2015 Ausbildung zum Gästeführer an der IHK Chemnitz
  • 2016/17 berufsbegleitende Weiterbildung „Kulturmanagement“ an der VWA Dresden
  • seit 2012 Vereinsmitglied


Aufgabenbereiche: Forschung zur Geschichte des Kaßberg-Gefängnisses, Führungen

  


Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Frau Steffi Lehmann


Biografie:

  • 2007 bis 2010 Studium der Politikwissenschaft an der TU Chemnitz, Abschluss Bachelor
  • August 2011 Praktikum im DIZ Torgau/Stiftung Sächsische Gedenkstätten
  • März 2012 Praktikum beim BStU in der Außenstelle Chemnitz
  • 2010 bis 2013 Studium der Politikwissenschaft an der TU Chemnitz, Abschluss Master
  • 2014 bis 2016 Promotionsstipendiatin der Hanns-Seidel-Stiftung, Betreuer Dr. Eckhard Jesse
  • 2017 Abschluss der Dissertation „Sozialistisch arbeiten, lernen, leben. Anspruch und Auswirkungen der SED-Jugendpolitik auf die Heranwachsenden in der DDR unter besonderer Berücksichtigung jugendlicher Subkulturen“

 


Aufgabenbereiche: Führungskoordination, Organisation, Zeitzeugenbetreuung, Büro