„Worthaft“ - eine szenische Lesung mit Oda Pretzschner und Holger Hübner

       

Der Sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis e. V. laden ein zu

„Worthaft“ - eine szenische Lesung  mit Oda Pretzschner und Holger Hübner

Montag, 29. April 2019, 19.00 Uhr

Weltecho, Annaberger Straße 24, 09111 Chemnitz

Im vergangenen Jahr veröffentlichte die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik in ihrer Reihe „Poesiealbum neu“ einen besonderen Gedichtband. Die Anthologie „Worthaft. Texte politischer Gefangener“ vereint Gedichte und Prosastücke von 50 Autorinnen und Autoren. Die Mehrheit von ihnen wurde in der Sowjetischen Besatzungszone und in der DDR wegen politischer Vorwürfe wie „Republikflucht“ oder „staatsfeindliche Hetze“ inhaftiert. Die meisten der abgedruckten Texte wurden nicht in der Haft niedergeschrieben, da Schreibwerkzeug verboten war. Viele Autorinnen und Autoren prägten sich deshalb ihre Gedichte ein und lernten die Texte auswendig, um sie nach der Haft zu Papier zu bringen. In „Worthaft“ finden sich auch Texte von Zeitzeugen des ehemaligen Kaßberg-Gefängnisses.

Dank des Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gibt es nach der Premiere des Programms in Dresden nun erstmalig eine Vorstellung in Chemnitz. Die Dresdner Schauspieler Oda Pretzschner und Holger Hübner tragen eine Auswahl der Texte und Gedichte am 29. April 2019 um 19.00 Uhr im Café des Weltecho vor.

Der Eintritt ist frei.

 

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Würdige Einweihung der Namenstafel am Ehrengrab Chemnitz

Am 28.02.2019 erfolgte die feierliche Einweihung einer Namenstafel am Ehrengrab in Chemnitz auf dem Friedhof in der Reichenhainer Straße. In dem Gemeinschaftsgrab liegen die Urnen von 136 Menschen. Es sind Männer, Frauen und Kinder, die nach der Internierung in sowjetischen Speziallagern Anfang der 1950er Jahre in den Haftanstalten Waldheim und Hoheneck an den entsetzlichen Haftbedingungen starben. Die Urnen wurden eingeäschert und 1957 anonym im Urnengrab beigesetzt. Anfang der 1990er Jahre ließen ehemalige politische Häftlinge einen Gedenkstein errichten. Dank der Initiative von Rosel Werl, der Vereinigung der Opfer des Stalinismus e.V. (VOS) und der Stiftung Sächsische Gedenkstätten gibt es nun eine Grabplatte mit den Namen der Verstorbenen.


Bild 1: die Namenstafel


Bild 2: Initiatorin Rosel Werl

Am Vortag der Einweihung besuchte VOS Bundesvorstand Hugo Diederich in Begleitung eines amerikanischen Journalisten und einer Dolmetscherin den Gedenkort am ehem. Kaßberg-Gefängnis. Am Abend des 27.02.2019 bekam die ehem. Hoheneckerin Rosel Werl das goldenen Abzeichen der VOS für ihren jahrelangen und unermüdlichen Einsatz verliehen, den Verstorbenen des anonymen Massengrabes Nr. 18 in Chemnitz ihre Namen wiederzugeben. Zur Einweihung der Namenstafel ließ der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen Michael Kretschmer ein Grußwort verlesen. Er mahnte: „Jedes Detail über ihr Leben, die Umstände ihres Todes reißt sie aus dem Vergessen, das ihnen von den Tätern zugedacht war.“ Unser Vorstandsmitglied Volkmar Zschocke betonte in seinem Redebeitrag, wie wichtig es ist, „die freie, offene und vielfältige Gesellschaft, in der wir heute leben dürfen, ohne Mauern, Stacheldraht und politische Verfolgung zu achten, zu schützen und zu verteidigen“.


Bild 3: VOS Bundesvorstand Hugo Diederich in Begleitung eines amerikanischen Journalisten und einer Dolmetscherin am Gedenkort Kaßberg-Gefängnis

 


Bild 4: Vorstandsmitglied Volkmar Zschocke

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+++ mehr als 80 Besucher bei der öffentlichen Führung am 9. September 2018 +++

Unsere Vereinsmitglieder Chris Bürger und Rolf Kiesel führten am „Tag des offenen Denkmals“ von 16.00 Uhr bis 18.30 Uhr 84 Besucher durch das ehem. Kaßberg-Gefängnis. Nach der Begrüßung am Gedenkort an der Außenmauer der Haftanstalt führten die Zeitzeugen die Besucher in das Gebäude. Sie klärten in der Rotunde über die Geschichte des Gefängnisses auf, zeigten die Untersuchungshaftanstalt des MfS, den B-Flügel und sie berichteten von ihren eigenen Erfahrungen als politische Häftlinge im Kaßberg-Gefängnis. Ein großes Dankeschön an Chris Bürger und Rolf Kiesel.

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XXVIII. Mahn- und Gedenktreffen der Initiativgruppe Lager Mühlberg e.V.

Sehr gern folgten wir der Einladung der Initiativgruppe Lager Mühlberg e.V., dem Mahn- und Gedenktreffen in Mühlberg/Neuburxdorf beizuwohnen. Das Treffen begann am 31. August um 17.00 Uhr im Rathaussaal der Stadt Mühlberg mit einem Vortrag von Dr. Inna Klause. Sie schilderte von ihrem Dissertationsprojekt „Der Klang des Gulag“. Dr. Klause beschrieb vor allem die Recherchearbeiten in Russland über Musik und Musiker in den sowjetischen Zwangsarbeitslagern der 1920er bis 1950er Jahre.

Gegen 09.30 Uhr am nächsten Tag erfolgte zunächst die Gedenkveranstaltung auf dem Friedhof in Neuburxdorf. Anschließend läutete ein Gottesdienst die Gedenkveranstaltung am Lager Mühlberg ein, das sich in unmittelbarer Nähe zu Neuburxdorf befand. Begleitet vom Posaunenchor Mühlberg wurden Gedenkreden gehalten und Kränze niedergelegt.

In der zweiten Hälfte der 1940er Jahre gerieten unzählige junge Menschen unter den haltlosen Verdacht, Mitglieder der NS-Partisanenorganisation „Werwolf“ gewesen zu sein. Vom Kaßberg-Gefängnis aus kamen viele unschuldige Gefangene in eines der sowjetischen Speziallager, darunter auch nach Mühlberg an der Elbe.

Wir danken der Initiativgruppe Lager Mühlberg e.V. für die Einladung und für die Gastfreundschaft.

 

Bild 1: Dem Vortrag schloss sich eine Fragerunde an                                    Bild 2: Kränze am Denkmal in Neuburxdorf

  

Bild 3: Gedenkrede am Hochkreuz von Pfarrer Taatz                                         Bild 4: „In stillem Gedenken“                      

Bild 5: Hochkreuz (ehem. Lagergelände)

Bild 6: Steffi Lehmann bei der Kranzniederlegung

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Würdiges Gedenken an den 17. Juni 1953 in Chemnitz

Die VOS Bezirksgruppe Chemnitz-Stollberg-Hohenstein-Ernstthal gedachte wieder gemeinsam mit dem Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis e.V. des Volksaufstandes von 1953. Am Vormittag des 17. Juni boten die Vereine in Begleitung eines Zeitzeugen eine Führung durch das ehemalige Kaßberg-Gefängnis an. Der Einladung folgten etwa 20 Menschen. Gegen 11.00 Uhr begann die Gedenkveranstaltung auf der Hohen Straße im Beisein von mehr als 30 Kameradinnen und Kameraden sowie Gästen. Nach der Kranzniederlegung erinnerte der Vorsitzende der VOS, Holker Thierfeld, in seiner Begrüßungsrede: „Anlässlich dieses denkwürdigen Tages wollen wir der Toten und den zu Unrecht Verfolgten gedenken. Die freiheitlich- demokratischen Bestrebungen wurden brachial niedergeschlagen, viele Menschen verloren ihr Leben oder mussten langjährige Zuchthausstrafen verbüßen.“ In ihr Gedenken zum 65. Jahrestag der Volkserhebung schloss die Bezirksgruppe Frau Ellen Thiemann und Herrn Manfred Barth ein. „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen“, so Holker Thierfeld. Seiner Rede folgten eine Schweigeminute und Grußworte der Frau Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig, von Frau Hanka Kliese (Vorstandsmitglied Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis), von Herrn Jörg Petzold (VOS-Mitglied), von Herrn Frank Heinrich sowie von Herrn Frank Müller-Rosentritt.


Zeitzeuge und Vorstandsmitglied Chris Bürger bei der Führung am Vormittag mit der VOS und ihren Gästen

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Angepasst und ausgebürgert - Zwei Leben in der DDR

+++ Lesung mit Gerd Keil und Manuela Keilholz +++

Hiermit laden wir ganz herzlich zu unserer nächsten Veranstaltung ein:

  • am 17. Juni 2018 von 15.00 Uhr bis 16.30 Uhr
  • lesen Gerd Keil und Manuela Keilholz
  • im ehemaligen Kaßberg-Gefängnis, Kaßbergstr. 17 in 09112 Chemnitz

14.00 Uhr bis 15.00 Uhr
Vor der Lesung besteht die Möglichkeit einer Führung durch das ehemalige Kaßberg-Gefängnis. Anmeldung bitte unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter 0371/3824854  (Ansprechpartnerin Steffi Lehmann)

15.00 Uhr bis 16.30 Uhr
Begrüßung und Lesung mit Gerd Keil und Manuela Keilholz

Anschließend
Die Besucher können sich mit eigenen Fragen an die Autoren wenden

Der Eintritt ist frei. Die Lesung wird gefördert durch den Lokalen Aktionsplan der Stadt Chemnitz.

Ein kleiner Hinweis: Im Gefängnis gibt es keine sanitären Einrichtungen.

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Erneuter Besucheransturm zur Museumsnacht

Am 5. Mai 2018 war es wieder soweit: Nach mehrwöchigen und intensiven Vorbereitungen öffnete der Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis e.V. zur Museumsnacht wieder die Tore des ehemaligen Kaßberg-Gefängnisses. Schon gegen 17.00 Uhr versammelten sich die ersten Besucher am Gedenkort, um das diesjährige Angebot des Vereins wahrzunehmen. Für die Hilfe bei der diesjährigen Museumsnacht möchten wir uns bei allen Beteiligten und Unterstützern ganz herzlich bedanken.

Bild 1: die ersten Besucher am Gedenkort (Foto: Marcel Ludwig)

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„Sportsfreund Lötzsch“

Öffentliche Filmvorführung und Diskussion mit dem DDR-Radprofi Wolfgang Lötzsch am 21.3.18 in den Räumen der JVA Waldheim


Wolfgang Lötzsch liest Passagen aus seiner MfS-Akte

3000 – 5000 Kniebeuge pro Tag und 500 Liegestütze: nur so konnte sich der junge Radsportler Wolfgang Lötzsch in seiner 8 m² großen Haftzelle einigermaßen über Wasser halten. Für einen durchtrainierten Sportler ist es eine medizinische Katastrophe, wenn man plötzlich der gewohnten Belastungsreize beraubt ist, aber das war der Stasi egal.

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