+++ mehr als 80 Besucher bei der öffentlichen Führung am 9. September 2018 +++

Unsere Vereinsmitglieder Chris Bürger und Rolf Kiesel führten am „Tag des offenen Denkmals“ von 16.00 Uhr bis 18.30 Uhr 84 Besucher durch das ehem. Kaßberg-Gefängnis. Nach der Begrüßung am Gedenkort an der Außenmauer der Haftanstalt führten die Zeitzeugen die Besucher in das Gebäude. Sie klärten in der Rotunde über die Geschichte des Gefängnisses auf, zeigten die Untersuchungshaftanstalt des MfS, den B-Flügel und sie berichteten von ihren eigenen Erfahrungen als politische Häftlinge im Kaßberg-Gefängnis. Ein großes Dankeschön an Chris Bürger und Rolf Kiesel.

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XXVIII. Mahn- und Gedenktreffen der Initiativgruppe Lager Mühlberg e.V.

Sehr gern folgten wir der Einladung der Initiativgruppe Lager Mühlberg e.V., dem Mahn- und Gedenktreffen in Mühlberg/Neuburxdorf beizuwohnen. Das Treffen begann am 31. August um 17.00 Uhr im Rathaussaal der Stadt Mühlberg mit einem Vortrag von Dr. Inna Klause. Sie schilderte von ihrem Dissertationsprojekt „Der Klang des Gulag“. Dr. Klause beschrieb vor allem die Recherchearbeiten in Russland über Musik und Musiker in den sowjetischen Zwangsarbeitslagern der 1920er bis 1950er Jahre.

Gegen 09.30 Uhr am nächsten Tag erfolgte zunächst die Gedenkveranstaltung auf dem Friedhof in Neuburxdorf. Anschließend läutete ein Gottesdienst die Gedenkveranstaltung am Lager Mühlberg ein, das sich in unmittelbarer Nähe zu Neuburxdorf befand. Begleitet vom Posaunenchor Mühlberg wurden Gedenkreden gehalten und Kränze niedergelegt.

In der zweiten Hälfte der 1940er Jahre gerieten unzählige junge Menschen unter den haltlosen Verdacht, Mitglieder der NS-Partisanenorganisation „Werwolf“ gewesen zu sein. Vom Kaßberg-Gefängnis aus kamen viele unschuldige Gefangene in eines der sowjetischen Speziallager, darunter auch nach Mühlberg an der Elbe.

Wir danken der Initiativgruppe Lager Mühlberg e.V. für die Einladung und für die Gastfreundschaft.

 

Bild 1: Dem Vortrag schloss sich eine Fragerunde an                                    Bild 2: Kränze am Denkmal in Neuburxdorf

  

Bild 3: Gedenkrede am Hochkreuz von Pfarrer Taatz                                         Bild 4: „In stillem Gedenken“                      

Bild 5: Hochkreuz (ehem. Lagergelände)

Bild 6: Steffi Lehmann bei der Kranzniederlegung

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Würdiges Gedenken an den 17. Juni 1953 in Chemnitz

Die VOS Bezirksgruppe Chemnitz-Stollberg-Hohenstein-Ernstthal gedachte wieder gemeinsam mit dem Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis e.V. des Volksaufstandes von 1953. Am Vormittag des 17. Juni boten die Vereine in Begleitung eines Zeitzeugen eine Führung durch das ehemalige Kaßberg-Gefängnis an. Der Einladung folgten etwa 20 Menschen. Gegen 11.00 Uhr begann die Gedenkveranstaltung auf der Hohen Straße im Beisein von mehr als 30 Kameradinnen und Kameraden sowie Gästen. Nach der Kranzniederlegung erinnerte der Vorsitzende der VOS, Holker Thierfeld, in seiner Begrüßungsrede: „Anlässlich dieses denkwürdigen Tages wollen wir der Toten und den zu Unrecht Verfolgten gedenken. Die freiheitlich- demokratischen Bestrebungen wurden brachial niedergeschlagen, viele Menschen verloren ihr Leben oder mussten langjährige Zuchthausstrafen verbüßen.“ In ihr Gedenken zum 65. Jahrestag der Volkserhebung schloss die Bezirksgruppe Frau Ellen Thiemann und Herrn Manfred Barth ein. „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen“, so Holker Thierfeld. Seiner Rede folgten eine Schweigeminute und Grußworte der Frau Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig, von Frau Hanka Kliese (Vorstandsmitglied Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis), von Herrn Jörg Petzold (VOS-Mitglied), von Herrn Frank Heinrich sowie von Herrn Frank Müller-Rosentritt.


Zeitzeuge und Vorstandsmitglied Chris Bürger bei der Führung am Vormittag mit der VOS und ihren Gästen

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Angepasst und ausgebürgert - Zwei Leben in der DDR

+++ Lesung mit Gerd Keil und Manuela Keilholz +++

Hiermit laden wir ganz herzlich zu unserer nächsten Veranstaltung ein:

  • am 17. Juni 2018 von 15.00 Uhr bis 16.30 Uhr
  • lesen Gerd Keil und Manuela Keilholz
  • im ehemaligen Kaßberg-Gefängnis, Kaßbergstr. 17 in 09112 Chemnitz

14.00 Uhr bis 15.00 Uhr
Vor der Lesung besteht die Möglichkeit einer Führung durch das ehemalige Kaßberg-Gefängnis. Anmeldung bitte unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter 0371/3824854  (Ansprechpartnerin Steffi Lehmann)

15.00 Uhr bis 16.30 Uhr
Begrüßung und Lesung mit Gerd Keil und Manuela Keilholz

Anschließend
Die Besucher können sich mit eigenen Fragen an die Autoren wenden

Der Eintritt ist frei. Die Lesung wird gefördert durch den Lokalen Aktionsplan der Stadt Chemnitz.

Ein kleiner Hinweis: Im Gefängnis gibt es keine sanitären Einrichtungen.

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Erneuter Besucheransturm zur Museumsnacht

Am 5. Mai 2018 war es wieder soweit: Nach mehrwöchigen und intensiven Vorbereitungen öffnete der Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis e.V. zur Museumsnacht wieder die Tore des ehemaligen Kaßberg-Gefängnisses. Schon gegen 17.00 Uhr versammelten sich die ersten Besucher am Gedenkort, um das diesjährige Angebot des Vereins wahrzunehmen. Für die Hilfe bei der diesjährigen Museumsnacht möchten wir uns bei allen Beteiligten und Unterstützern ganz herzlich bedanken.

Bild 1: die ersten Besucher am Gedenkort (Foto: Marcel Ludwig)

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„Sportsfreund Lötzsch“

Öffentliche Filmvorführung und Diskussion mit dem DDR-Radprofi Wolfgang Lötzsch am 21.3.18 in den Räumen der JVA Waldheim


Wolfgang Lötzsch liest Passagen aus seiner MfS-Akte

3000 – 5000 Kniebeuge pro Tag und 500 Liegestütze: nur so konnte sich der junge Radsportler Wolfgang Lötzsch in seiner 8 m² großen Haftzelle einigermaßen über Wasser halten. Für einen durchtrainierten Sportler ist es eine medizinische Katastrophe, wenn man plötzlich der gewohnten Belastungsreize beraubt ist, aber das war der Stasi egal.

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„Letzter Halt Karl-Marx-Stadt – Vom Zuchthaus Cottbus in den Westen“

Ausstellungseröffnung und Podiumsdiskussion im Menschenrechtszentrum Cottbus e.V.

Am Freitag, den 16. Februar 2018, eröffnete das Menschenrechtszentrum Cottbus um 18:30 Uhr die Ausstellung „Das Kaßberg-Gefängnis und seine Gesichter“ des Lern- und Gedenkortes Kaßberg-Gefängnis e.V. Die Wanderausstellung informiert über die Geschichte des Gefängnisses und dokumentiert das Schicksal von Zeitzeugen. Im Anschluss an die Eröffnung diskutierten mit dem Historiker Dr. Jan Philipp Wölbern die ehemaligen Cottbuser Häftlinge Christian Bürger und Gerd Zimmermann, die auf unterschiedliche Art mit dem Gefängnis in Chemnitz verbunden sind. Während Christian Bürger, der dem Vorstand des Chemnitzer Vereins angehört, die Untersuchungshaftanstalt des MfS auf dem Kaßberg erlebte und erst 1989 über die Prager Botschaft in den Westen kam, war dieses Gefängnis für Gerd Zimmermann 1976 tatsächlich der letzte Schritt vor der Freiheit.

Die Ausstellung ist bis zum 20. März 2018 kostenfrei im Foyer der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus (Bautzener Straße 140) zu besichtigen. Wir danken dem Menschenrechtszentrum Cottbus e.V., insbesondere Frau Wähling, und unserem Zeitzeugen Chris Bürger für die Organisation der Veranstaltung.

Die Ausstellung „Das Kaßberg-Gefängnis und seine Gesichter“ wurde gefördert durch die Stiftung Sächsische Gedenkstätten aus Mitteln des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst.

 

 

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11. Geschichtsmesse in Suhl: Unser Verein war dabei

Vom 25. bis zum 27. Januar 2018 fand in Suhl die 11. Geschichtsmesse unter dem Titel „Der diskrete Charme der Diktatur? Gefährdungen von Demokratie gestern und heute“ statt. Für den Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis e. V. nahmen Christian Lieberwirth und Steffi Lehmann teil. Etwa 350 Personen zählte die Geschichtsmesse im Suhler Ringberg Hotel. Unser Verein war mit einem eigenen Stand auf dem „Markt der Möglichkeiten“ vertreten.

 

                    Das Ringberg Hotel                                               Christian Lieberwirth und Steffi Lehmann

Nach einer schönen Begrüßung durch die Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung, Frau Dr. Kaminsky, und dem Oberbürgermeister von Suhl, Herrn Triebel, bekamen die Teilnehmer am ersten Tag einen Kurzfilm über die vergangene Geschichtsmesse von Schülern der Ricarda Huch Schule in Gießen zu sehen. Einige der Schüler besuchten später unseren Vereinsstand und informierten sich über die Geschichte des Häftlingsfreikaufs, in der Gießen schließlich eine besondere Rolle einnahm. Ihrer Präsentation folgten am 25. Januar ein Vortrag von Prof. Baberowski (Humboldt-Universität Berlin), ein Podium zum Thema „Über Schwierigkeiten, aus der Geschichte zu lernen“ sowie der Dokumentarfilm „Montags in Dresden“ über Pegida.

 

Gießener Schüler am Vereinsstand                                                      Prof. Baberowski               

Am 26. Januar begann die Geschichtsmesse mit dem Podium „Herausforderungen des Beutelsbacher Konsenses angesichts aktueller Gefährdungen von Demokratie“. Auch Dr. Jehn von der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung gehörte dem Podium an, was uns besonders freute, da er im Oktober 2017 das Kaßberg-Gefängnis besichtigt hatte. Bis zum Abend konnten sich die Teilnehmer der Messe mehr als 50 Projektpräsentationen von Vereinen, Gedenkstätten, Universitäten, Bildungseinrichtungen, Archiven und Instituten anschauen. Christian Lieberwirth besuchte den Workshop „Lernen am historischen Ort“, Steffi Lehmann „Zeitzeugen in der Bildungsarbeit“. Den zweiten Tag beschloss der Vortrag von Maximillian Steinbeis: „Was wäre wenn? Oder: Wie wehrhaft ist unsere Demokratie?“

Zwischen den Veranstaltungen und Workshops hatten die Besucher die Möglichkeit, sich an unserem Stand über die Angebote des Vereins und über die Geschichte des Kaßberg-Gefängnisses zu erkundigen. Besonders Lehrer begeisterten sich für unsere Publikationen. Eine junge Lehrerin trat unserem Verein sogleich bei. Über den Besuch von Roland Jahn, dem Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, an unserem Vereinsstand freuten wir uns ganz besonders.

 

Nachfragen zur Zukunft des Kaßberg-Gefängnisses    Unsere Zeitzeugen-Führungen stießen auf großes Interesse

 

 

Eine junge Lehrerin trat unserem Verein bei                                   Roland Jahn am Vereinsstand             

 Wir danken der Bundesstiftung Aufarbeitung für die Möglichkeit der Teilnahme an der Geschichtsmesse und für die Organisation. Wir haben alte Freunde getroffen, neue kennengelernt und Kontakte geknüpft.

 


Mit unseren Standnachbarn vom
Deutschen Kulturforum östliches Europa und
Berliner Unterwelten e. V. tauschten wir sehr gerne
Publikationen aus.

 

 

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