
Kolleginnenbesuch aus Hamburg hatte heute unser Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis. Die Historikerin Theresa Hertrich, Koordinatorin des Zeitzeuginnen- und Zeitzeugenprojekts „Demokratie vor Ort: Resonanz-Raum-Ausstellung“ des Arbeitsfelds Public History der Universität Hamburg, war nach Chemnitz gekommen, um sich über die doppelte Diktaturgeschichte des einstigen politischen Haftorts, den Häftlingsfreikauf aus der DDR und die Gedenkstättenkonzeption zu informieren sowie Aufnahmen für Social Media anzufertigen.
Das Hamburger Projekt arbeitet mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen mit DDR-Haft-, Flucht- oder Ausreiseerfahrung in Hamburg zusammen. Verschiedene Audiowalks durch Hamburg und eine Wanderausstellung mit begleitenden Workshop-Angeboten sollen auf die in der Stadt oft wenig sichtbaren Biografien und Erinnerungen aufmerksam machen. Ein Schwerpunkt liegt auf Erfahrungen des Ankommens in der damaligen westdeutschen Gesellschaft.
Neben dem Kaßberg besichtigt Theresa Hertrich auf ihrer Sommertour weitere frühere Haftorte von heute in Hamburg lebenden Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, etwa die Gedenkstätte Roter Ochse in Halle, das Menschenrechtszentrum Cottbus und die Andreasstraße Erfurt. Auch die Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau steht auf dem Programm.
Weitere Informationen über das Hamburger Projekt finden Sie hier, zum Audiowalk geht es hier entlang.
Unsere Bilder, fotografiert von Kristina Hahn, zeigen Theresa Hertrich (M.) mit unserer wissenschaftlichen Leiterin Dr. Steffi Lehmann und unserem wissenschaftlichen Mitarbeiter Robert Schröpfer sowie eine Ausstellungstafel über das „Hilfswerk der Helfenden Hände“ in Hamburg in unserer Dauerausstellung.

