
Im Rahmen unseres Zeitzeugenprojekts zum Freikauf Rumäniendeutscher gab es Ende November Dreharbeiten mit Brigitte Depner und Friedrich Maiterth in Siebenbürgen. Ein Filmteam um Projektleiter Peter Wellach, Vorstandsmitglied unseres Projektpartners translations e.V. – Verein zur Förderung der Kultur und Demokratie Europas, und Ingo Rudloff von Irrlicht-Film suchte mit den beiden Zeitzeugen Orte ihres früheren Lebens in Rumänien auf. Im Fokus standen die Themen Kindheit, Herkunft, Erfahrungen als deutsche Minderheit sowie Vorbereitung und Ablauf der Ausreise in die Bundesrepublik.
Unsere Bilder, fotografiert von Peter Wellach, zeigen oben Friedrich Maiterth am früheren Haus seiner Eltern in Nemșa/Nimesch, außerdem unten das Gebäude der Gemeindeverwaltung von Vânători/Teufelsdorf, bei der Brigitte Depner Anfang der 1980er-Jahre ihren Ausreiseantrag stellte, das Innere der evangelischen Kirche von Nemșa/Nimesch, das Elternhaus von Brigitte Depner in Archita/Arkeden, die ehemalige Passbehörde in Târgu Mureș/Neumarkt und den Bahnhof von Mediaș/Mediasch. Von hier aus fuhr Friedrich Maithert 1973 als Kind mit seinen Eltern zum Flughafen, um in die Bundesrepublik auszureisen.
Unser Zeitzeugenprojekt zum Freikauf Rumäniendeutscher ist eine Kooperation von translations e.V. – Verein zur Förderung von Kultur und Demokratie Europas und Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis. Das Projekt ist offizieller Bestandteil des Programms zur Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025. Anfang November fand ein Zeitzeugenpodium zum Thema in unserem Lernort statt, voraussichtlich im Sommer 2026 und vorbehaltlich Förderzusagen folgt eine Sonderausstellung in unserer Gedenkstätte, die anschließend auf Tournee gehen soll.
Die Maßnahme wurde mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes, durch Bundesmittel des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie durch Mittel der Stadt Chemnitz. Außerdem wurde das Projekt vom Förderprogramm EUJA! / Sparkasse Chemnitz und von der Bundesstiftung Aufarbeitung gefördert.
Unseren Bericht zum Zeitzeugenpodium und unsere aktualisierte Presse- und Medienschau dazu finden Sie hier beziehungsweise hier.





